Film des Monats

MOOLAADÉ - Bann der Hoffnung

Aus Anlaß des 6. Februar, dem Internationalen Tag "NULL Toleranz zu Genitalverstümmelung"
In einem afrikanischen Dorf in der Savanne geht es um den Widerstreit zwischen zwei lebendigen Traditionen: der der moolaadé , einer Art Asylrecht, das die Unverletzlichkeit eines Zufluchtsortes garantiert, und der der salindé, der Beschneidung, der traditionellen Genitalverstümmelung.
Während die Männer des Dorfes die Beschneidung der Mädchen aufrecht erhalten wollen, eingeklagt allerdings von den salindanas, den Beschneiderinnen, sind am Ende des Films alle Frauen des Dorfes vereint gegen die Beschneidung. Die Frauen gehen aus der Auseinandersetzung siegreich hervor, wenn auch die abschließenden Filmbilder suggerieren, dass die Konfrontation fortbestehen wird.
Getragen wird der Kampf zunächst von einer mutigen Frau, Collé Ardo, die selbst die Beschneidung erlitten hat. Sie gewährt vier kleinen Mädchen, die bei ihr Zuflucht wegen der bevor stehenden Beschneidung suchen, moolaadé. Die anderen Frauen des Dorfes solidarisieren sich nach und nach. Collé beeindruckt durch ihren Mut und ihre Hartnäckigkeit im Kampf gegen die salindé.
Ein Film von Ousmane Sembène
Senegal/ Frankreich/ Burkina Faso/ Marokko/ Kamerun/ Tunesien 2004; 117 Minuten
In Kooperation mit ‹Terre Des Femmes› und den Integrationsbauftragten der Stadt Konstanz
Eintritt: 5 Euro ermäßigt: 4 Euro K9-Mitglieder: 4 Euro

K9

K9 Obere Laube 71 Konstanz
01.02.18 20:00
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Tags:kultur, film
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